06. Juni21. Juli

»TRANSMISSION ERROR &

SIMILAR DISASTERS«

URS LÜTHI

 

Wir freuen uns, Urs Lüthi erneut in der Galerie Coucou zu präsentieren. Zu sehen sind neue Werke die in den letzten zwei Jahre entstanden sind, unter anderem aus den Serien »TRANSMISSION ERROR« und »LOST DIRECTION«.

 

Sensibel und sicher inszeniert Urs Lüthi seine Bilder und Skulpturen inmitten eindrucksvoller Farben und verwandelt so die Räume der Galerie in eine Gesamtinstallation. Die verschiedenen Werkgruppen greifen ineinander und manifestieren die starke Präsenz des Künstlers in eine verwirrende Mischung aus Schönheit und Tragik, ästhetischem Genuss und erhabenem Scheitern.

Es entsteht ein Kaleidoskop philosophischer Reflexionen – bar jedem Pathos aber voller Gefühl und nicht ohne den für Urs Lüthi typischen Humor und gesunden Realismus. Oder wie im Text von Valerio Dehò (Bolzano, 2016) über Urs Lüthi: » … ein Leben als Künstler ist in jedem Fall der Kapitulation vor der Banalität der Wirklichkeit vorzuziehen.«

 

Urs Lüthi ist seit den 1960/70er Jahren eine feste Größe im Kunstbetrieb. Er war Teilnehmer der documenta 6 und bespielte den Schweizer Pavillon bei der 49. Biennale in Venedig. Zahlreiche monografische Publikationen widmen sich seinem Werk. Der Künstler wurde unter anderem mit dem Arnold-Bode-Preis der Stadt Kassel und dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern ausgezeichnet. Seine Werke befinden sich in renommierten privaten und öffentlichen Sammlungen, u. a. Sammlung Falckenberg Hamburg, Kunsthalle Stuttgart, Lenbachhaus München, Centre Pompidou Paris, Museum der Moderne Salzburg, Städel Museum Frankfurt, Hamburger Kunsthalle, ZKM Karlsruhe, MACBA Barcelona, Kunstmuseum Bern und Museumslandschaft Hessen Kassel.

 

Zu Eröffnung erscheint das Buch Nopression. Ausgangspunkt für diese Publikation ist die gleichnamige Ausstellung, die 2014 von der Galerie Coucou organisiert wurde. Darin werden die künstlerischen Positionen von Urs Lüthi und weiteren 50 Künstler/innen, die er in seiner zwanzigjährigen Tätigkeit an der Kunsthochschule Kassel unterrichtet hat, präsentiert. Die Eröffnung am Freitag dem 02. Juni 2017 ist eine gute Gelegenheit, ein signiertes Exemplar zu bekommen.

 

Eröffnung: Freitag, 02. Juni 2017 / 19:30 Uhr

 

Dauer: 06. Juni – 21. Juli

 

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag / 16:00 – 20:30 Uhr

(und nach Vereinbarung)

 

01. 25. August

»The Paramount Affairs«

JANIS AVOTINS

Wie Gestalten aus Zwischenwelten, nicht fassbar und dennoch präsent, zeigen sich die Figuren in den verschwiegenen und oft traumverlorenen Seelenlandschaften des lettischen Malers Janis Avotins. »The Paramount Affairs« sind die malerisch gefassten Angelegenheiten zwischen verwerflichen Machenschaften und Liebesabenteuern überschrieben. Trotz der oft bereits ans Abstrakte grenzenden Darstellung und der Reduktion der Figuren auf Schatten und Flächen, verdichtet sich die Atmosphäre in der Leere und Weite der Bildräume. Avotins zeigt ein Gespür für Gesten und das Unaussprechliche, was er zwischen seinen Figuren, die oft am Rande des Verblassens stehen, oder in der präzise gefassten Unschärfe von Landschaft und Figur, heraufbeschwört. Ausgehend von Fotografien löst er Figuren aus ihren Kontexten und isoliert sie. So, ohne Umgebungseinbettung und somit zuordenbare Milieus oder Funktionen, sind auf sich allein zurückgeworfen – gespenstisch, manchmal seltsam leuchtend steigen sie aus den lasierenden Farbschichten auf. »Ich vermeide Eindeutigkeit«, sagt Avotiņš, denn »allzu leicht wird es illustrativ, und natürlich versuche ich, in meiner Malerei aufrichtig zu sein«. (Jens Asthoff, »Schweigen, Schauen – Malerei von Janis Avotins«, 2008) Dunkle Farbpigmente, die an der Struktur der Leinwand haften bleiben und somit eine feine Körnung der Oberflächen entstehen lassen, erinnern an alte Fotografien oder Zeitungsbilder und bilden zugleich Farbnebel. »Was Avotins in der Malerei formuliert, ist wirklichkeitsbezogen und kennt doch kein Außerhalb des Bildes. Es hat in einer nicht weiter zu reduzierenden, auch nicht durch Worte zu ersetzenden Weise mit Schauen zu tun. Ganz offensichtlich interessiert Avotins in seiner Kunst das Unsagbare, und etwas Entscheidendes an ihr ist eine besondere Art des Schweigens.« (ebd.).

 

Jānis Avotiņš wurde in Lettland geboren und hat an der Kunstakademie von Lettland studiert. Im In‐ und Ausland ist er mit zahlreichen Einzel‐ und Gruppenausstellungen präsent, wie unter anderem im Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen, Contemporary Art Center Vilnius, Bundeskunsthalle Bonn, HVCCA New York und Kestnergesellschaft Hannover. Seine Werke sind unter anderem in der Sammlung von The Saatchi Gallery (London) und der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland vertreten.

 

Eröffnung: Freitag, 29. Juli 2017 / 19:30 Uhr

 

Dauer: 01. – 25. August

 

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag / 16:00 – 20:30 Uhr

(und nach Vereinbarung)

 

Ivan Moudov &

Pravdoliub Ivanov

04. 29. September

Eröffnung: 02. September

 

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